Beeren pflücken – süss und zahlreich

Aus dem «Kloster für Freiwillige»

Odette Kaijser arbeitet seit einigen Jahren als Freiwillige im Klostergarten.

Vor zweieinhalb Jahren – seit drei Jahren pensioniert und wohnhaft in Gais – begegnete ich Toni Kuster, einem guten Bekannten von mir. Er erzählte von seiner Arbeit als Leiter des Klostergartens «Maria der Engel Appenzell». Ich war faszinierte und meldete mich als freiwillige Helferin an.

Inzwischen habe ich eine fixe Aufgabe, die sich einfach beschreiben lässt: «Beeren pflücken.» Gemeint sind damit Johannisbeeren, Heidelbeeren, Josta-Beeren, Brombeeren, Himbeeren und Aronia (Apfelbeeren). Diese Beeren reifen schön nacheinander, wodurch es immer wieder schöne Arbeit gibt. Die lange und sehr heisse Hitzeperiode dieses Jahres brachte es sogar mit sich, dass ich fast jeden zweiten Tag viele Beeren pflücken konnte. Die vielen Sonnenstunden lassen die Beeren süss werden. Das müssen sie auch sein, damit das Produktionsteam bei der Verarbeitung zu Konfi, Sirup und anderen Spezereien nicht zu viel Zucker beigefügen muss. Diese feinen Produkte sind bei Klosterladenkunden sehr beliebt.

Die Pflege der Beerensträucher besorgen Toni und Marianne Kuster. Ich selber helfe aber bei allerlei Arbeiten im Garten: bei der Ernte von Blüten und Kräutern, beim Jäten oder beim Bewässern. Die Atmosphäre im Garten und im Team ist sehr angenehm. Doch gibt es auch Herausforderungen: Zu entscheiden, welche Arbeiten gerade prioritär sind, ist nicht ganz einfach, ebenso die Unterscheidung, was als Unkraut zu jäten ist und was nicht – bei dieser Vielfalt an Pflanzen im Klostergarten. Das Giessen dieses grossen Gartens schliesslich empfinde ich als wahren Kraftakt!

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